über mich

Hallo und buon giorno aus Mailand. Warum fange ich als deutsche Print- und Radiojournalistin in Italien jetzt auch noch an, zu bloggen? Weil ich subjektiv und selektiv sein will, was journalistisch nicht korrekt ist (ausser in Kommentaren)  und ich mir sonst nicht erlaube.  Weil es so viele kleine Dinge gibt, die ich in meiner journalistischen Arbeit nicht unterkriege. Weil mein Mann sagt, ich soll sie bloggen statt ihm jeden Abend die Ohren voll zu quatschen. Es sind Dinge, die mich aufregen. Dinge, die mich erheitern. Dinge, die unglaublich sind. Der tägliche Wahnsinn, der sich hier abspielt. Denn die Titanic sinkt und das Orchester spielt weiter. Die Demokratie in Italien säuft ab und Europa lacht sich tot über Berlusconi. Das kann doch nicht alles sein. Oder? Is there anybody out there? Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren.

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8 Antworten zu “über mich

  1. Vielleicht wäre ein Umzug um 250 km in Richtung Westen doch die einfachere Lösung.
    Saluti da Genova.

  2. Marco

    Danke für deinen Blog.
    Es ist mir eine riesige Freude einen Blog zu lesen, in dem auf deutsch, die Probleme Italiens erläutert und kommentiert werden. Ich bin selber Italiener, in der CH aufgewachsen und es schmerzt mich sehr zu sehen, wie das Land meiner Vorfahren den Bach runtergeht. Ich habe auch versucht über Facebook meine Freunde über diese Sachlage aufmerksam zu machen wollte jedoch keinen Blog gründen, weil es davon schon unzählige gibt.
    Es wäre mir aber eine Freude, wenn ich meinen Beitrag leisten könnte, indem ich Ihnen interessante Artikel zum Thema weiterleite.

    Gruss

  3. Tommaso

    Vielen Dank für die Veröffentlichung Deiner Gedanken und Deiner Informationen. Ich schließe mich Marco an, auch ich bin viele Jahre schon im Ausland, obgleich in Italien geboren. Ich schaue regelmäßig die Nachrichten auf RAI, aber verstehe nicht immer den Zusammenhang. Deshalb sind Deine Artikel von sehr großem Wert. Und die Wahlstimmen der Auslandsitaliener können auch das Zünglein an der Waage sein, wie es vor ein paar Jahren der Fall war, als man in Italien darauf wartete, dass sie eingeflogen wurden. Wir haben unsere Wurzeln in Italien und sie bleiben dort. Die Äste können wir allerdings um die ganze Welt spannen, wohlwissend, dass es EINE Menschheit gibt.
    Kirstin, es ist toll, dass Du schreibst. Mache weiter so.

  4. Hallo Kirstin,
    habe Dein Blog gerade erst über ombelico.de entdeckt und bin ganz begeistert.
    Ich würde meine Wut über die Zustände in diesem Land auch gern in die ganze Welt schreien, sie niederzuschreiben ist ein gutes Mittel.
    Du schaffst es, kurz und bündig die Situation darzustellen. Complimenti!

    • Ganz herzlichen Dank, das steigert meine Motivation! Mein Blog soll eine Plattform fuer kritische Stimmen ueber Italien sein und eine Fundstelle fuer Informationen bezueglich des taeglichen Demokratieverlustes in diesem Land, dem bel paese.
      Hinweise auf Zeitungs- oder Blogartikel zum Thema werden garantiert veroeffentlicht, freue mich ueber jede Zusendung.

      Buona giornata a tutti,
      Kirstin Hausen

  5. Carmine Bonanno

    Hallo,

    du hast wirklich Recht! Es ist echt unglaublich was es für eine poitische Lage in Italien herrscht, denn Bella Italia ist wirklich auf dem besten Weg in die Katastrophe, denn Italien riskiert tatsächlich ein demokratisches, finanzielles und soziales Disaster zu erleben.

    Ich bin wirklich empört, wenn ich jedes Mal in den italienischen Nachrichtensendungen höre, dass die italienische Finanzlage sehr stabil ist und sie mit der von Deutschland vergleichbar ist. Das sind alles nur Lügen! Italiens Schulden entprechen 117% des eigenen Bruttosozialprodukt.

    Nur Griechenland schneidet schlechter ab, die sind bei 125%, aber die sind auch kurz vor dem Staatsbankrott. Dieses Jahr muss Italien noch 250 Milliarden für Staatsanleihen zurückzahlen und bei einem Staatshaushalt von 705 Mrd pro Jahr wird es wirklich kritisch werden. Das heißt entweder neue Schulden oder viel Spaß! Quelle http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-54361-3.html 30.04.2010

    Jedoch scheint der italienische Ministerpräsident nichts von dieser grässlichen Lage zu wissen, denn ich höre nur, wie er sagt dass in Italien keine Finanzkrise existiert und dass die italienische Finanzlage nichts von der Krise abbekommen hat.

    Das entsetzliche ist, dass es die italienischen Bürger auch noch glauben, aber was haben die auch für eine andere Wahl, wenn fast alle Fernsehsender in Berlusconis Hand sind.

    Ich bin nur ein italienischer Student, der in Deutschland geboren ist und dort lebt, aber Italien über alles liebt. Alleine kann ich nicht so viel verändern, aber wenn wir uns alle zusammenschließen, dann können wir auch Berge bewegen. Carmine, 23 Jahre

  6. ….Benissimo! Auf Ihren Blog wurde ich durch Elena Alessiato aufmerksam gemact, die hier in München lebt, die deutsche Geschichte besser kennt als ich und mir immer ‚con amore‘ von ihrer Heimat dem Piemont erzählt. Wenn sie über Italien allgemein erzählt, nimmt die Liebe aber spürbar ab und sie verwandelt sich dann langsam immer mehr in Wut. Aber wem schreibe ich das….?! Mein Blick auf Italien ist immer von München oder von Ferrara aus, wo wir seit einigen Jahren eine kleine Wohnung unter dem Dach im Centro Storico besitzen. Trotz oder gerade wegen dem schrecklichen ‚Berlusconismus‘ in allen seinen Facetten bleibt aber für mich Italien immer auch ein Land voll mit extremen Widersprüchen. Darüber mehr über diesen Blog zu erfahren, würde mich freuen.
    Alla prossima e buon lavoro. Carl Wilhelm Macke ( Mitglied bei ‚Libertà e Giustizia‘ und ‚Italia Nostra‘)

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